Das Weiße Haus hat das Verkehrsministerium (DOT) angewiesen, eine kürzliche Entscheidung des Government Accountability Office (GAO) zu ignorieren. Darin heißt es, die Trump-Regierung habe rechtswidrig gehandelt, als sie die Mittel für den Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge einstellte.

In einem am Dienstag verschickten Brief wies Mark Paoletta, General Counsel des Office of Management and Budget (OMB), die Schlussfolgerung des GAO entschieden zurück und bezeichnete sie als „falsch und rechtlich nicht vertretbar“. In dem Brief argumentierte er, dass die Handhabung des 5-Milliarden-Dollar-Programms „National Electric Vehicle Infrastructure“ (NEVI) durch das DOT sowohl rechtlich einwandfrei als auch im Einklang mit der behördlichen Praxis sei.

Das NEVI-Programm, das im Rahmen des überparteilichen Infrastrukturgesetzes von 2021 eingerichtet wurde, sollte den landesweiten Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge unterstützen. Das GAO behauptete, das Verkehrsministerium habe gegen den Impoundment Control Act verstoßen, indem es vom Kongress bewilligte Mittel zurückhielt, ohne eine formelle Aufhebung zu beantragen. Das OMB hingegen beharrte darauf, dass die Entscheidung des Verkehrsministeriums, die Mittelverteilung vorübergehend auszusetzen, während es die Umsetzungsrichtlinien verfeinerte, keinen Gesetzesverstoß darstelle.

Paoletta behauptete weiter, das GAO habe seine Befugnisse überschritten, indem es eine seiner Ansicht nach politisch motivierte Stellungnahme statt einer neutralen rechtlichen Einschätzung abgegeben habe. „Dies ist keine bindende Rechtsentscheidung“, hieß es in dem Brief. Er forderte die Bundesbehörden auf, bei der Auslegung von Gesetzen mit komplexen Finanzierungsstrukturen ihren Ermessensspielraum zu wahren.

Während das GAO der Regierung empfahl, bei einer Zurückhaltung von NEVI-Mitteln die formelle Zustimmung des Kongresses einzuholen, wehrte sich das OMB dagegen und betonte, die internen Zeitpläne und Verfahrensgarantien des Verkehrsministeriums seien legitim. Paoletta warnte zudem, dass die Akzeptanz der Auslegung des GAO einen disruptiven Präzedenzfall für die künftige Haushaltsumsetzung der Exekutive schaffen könnte.

Die Meinungsverschiedenheit spiegelt tiefere Spannungen zwischen Aufsichtsgremien und Exekutivbehörden über die Grenzen der Finanzhoheit wider, insbesondere in politisch sensiblen Bereichen wie der Klimapolitik und der Einführung von Elektrofahrzeugen. Die Position des Weißen Hauses signalisiert vorerst eine starke Unterstützung für die Auslegung des US-Verkehrsministeriums und eine breitere Verteidigung der exekutiven Kontrolle über die Programmdurchführung.

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